Employee Experience ist zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb um Talente geworden.
Im Jahr 2026 besteht die Aufgabe von HR darin, Journeys zu gestalten, die persönlich und einprägsam wirken, indem statische Prozesse in dynamische Erlebnisse verwandelt werden, die Vertrauen und Loyalität schaffen. Ihre Rolle als HR-Führungskraft ist es, zum Erlebnisgestalter zu werden. Der Erlebnisgestalter kombiniert Empathie mit Effizienz und nutzt Daten sowie Design Thinking, um Arbeitsumgebungen zu schaffen, in denen Menschen sich gesehen und unterstützt fühlen. Wie unser HR Director in Spanien, Pablo Camba, sagt: “Effizienz und Menschlichkeit sind keine Gegensätze. Sie verstärken sich gegenseitig. Wenn HR beides integriert, können Unternehmen und ihre Mitarbeitenden erfolgreich sein." Anstatt auf leere Slogans oder ineffektive Benefits zu setzen, definiert der Erlebnisgestalter jede Interaktion im Arbeitsumfeld, vom Onboarding bis zum Austritt, als einen Moment, der zählt. Das hilft Ihnen, Top-Talente anzuziehen und zu halten.
Um die Rolle des Erlebnisgestalters zu verkörpern, müssen Sie drei zentrale Prinzipien befolgen:
Menschenzentriert
Wie HR-Praktiken Wohlbefinden, Empathie und Sinn über den gesamten Employee Lifecycle hinweg priorisieren.
Inklusiv
Wie Richtlinien und Systeme Vielfalt, Chancengleichheit und Barrierefreiheit verankern und Zugehörigkeit für alle sicherstellen.
Erlebnisorientiert
Wie jede Interaktion so gestaltet wird, dass sie einprägsam und personalisiert ist und statische Prozesse in bedeutungsvolle Journeys verwandelt.
Im Jahr 2026 wird die Beherrschung der Employee Experience ein sicheres, stärkendes Umfeld schaffen und Ihrem Unternehmen letztlich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
Erlebnisgestalter: Menschenzentriertes HR
Ihre Mitarbeiter sind Ihr großes Kapital. Daher ist es entscheidend, eine Kultur aufzubauen, die sie unterstützt und stärkt.
Traditionell wurden Mitarbeitende als Ressource betrachtet etwas, das verwaltet wird. Die Zukunft liegt jedoch darin, Menschen als den Zweck Ihrer Organisation zu sehen. Laut Pablo Camba: “Erfolg sollte nicht nur in Umsatz oder Produktivität gemessen werden. Wir müssen die Erfolgskennzahlen neu denken und stärker auf Fluktuation, Wohlbefinden und Wachstum achten."
Kultur ist heute ein Wettbewerbsvorteil. Im Jahr 2026 müssen Sie das Wohlbefinden in Ihrer Strategie priorisieren, Workflows um Ihre Mitarbeitenden herum gestalten und mit Authentizität führen. Das Versäumnis, dies zu tun, kann zu Disengagement, höherer Fluktuation, Vertrauensverlust und sogar Reputations- oder Rechtsrisiken führen. Pablo erklärt: “Wenn Menschen nicht im Mittelpunkt stehen, untergräbt das die langfristige Strategie. So einfach ist das.”


Was umfasst menschenzentriertes HR?
Wohlbefinden als strategische Priorität HR wird mentale Gesundheit, finanzielle Resilienz und Sinn in jede Phase des Employee Lifecycle integrieren und Wohlbefinden zu einem messbaren Geschäftsergebnis machen, statt zu einer Nebeninitiative.
Authentische, empathische Führung Führungskräfte werden darin geschult, mit Offenheit und Anpassungsfähigkeit zu führen, psychologische Sicherheit und Vertrauen zu schaffen und Resilienz in Zeiten des Wandels zu fördern. People-zentriertes Work Design Anstatt Mitarbeitende in starre Strukturen zu pressen, werden Rollen und Workflows an ihre Bedürfnisse angepasst, z. B. flexible Arbeitszeiten, hybride Modelle und personalisierte Entwicklungspläne.
Integrierte, stärkende Erlebnisse HR wird Silos aufbrechen und bereichsübergreifend integrieren, um konsistente, emotional intelligente Erlebnisse zu schaffen, die die Werte und Ambitionen der Mitarbeitenden widerspiegeln.
Erlebnisgestalter: Inklusives HR
Bis vor Kurzem haben viele Unternehmen Inklusion eher als Pflichtübung behandelt, nicht als festen Bestandteil ihrer HR-Strategie.
Im Jahr 2026 wird bloße Compliance nicht mehr ausreichen. Wie Pablo Camba erklärt: “Die Inklusion geht nicht mehr um Quoten oder Repräsentation. Es geht darum Räume zu schaffen, in denen sich alle sicher fühlen, sie selbst zu sein."
Im kommenden Jahr müssen Unternehmen von standardisierten HR-Richtlinien abrücken und Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion (DEI) in ihre Kernstrategie einbetten. Dazu gehört die Entwicklung maßgeschneiderter Ansätze, die die individuellen Bedürfnisse jedes Mitarbeitenden in den Mittelpunkt stellen. Pablo betont: "Inklusion ist keine Richtlinie oder Programm, sondern etwas, das Menschen fühlen. Es geht darum man selbst sein zu können, ohne sich zu verstellen.”
Was umfasst inklusives HR?
Erlebnisgestalter: Erlebnisorientierter HR
Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter ist anders. Der perfekte Karriereweg für die eine Person funktioniert nicht für alle.
Laut Pablo Camba: "Karrierewege sollten individuell sein, nicht nach dem One-Size-Fits-All-Prinzip. Arbeit sollte sich an Menschen anpassen, nicht Menschen an die Arbeit." Bis vor Kurzem lag der Fokus von HR-Führungskräften darauf, Prozesse effizienter zu gestalten, doch das berücksichtigt nicht immer die individuelle Erfahrung. Deshalb wird es im Jahr 2026 entscheidend sein, die Employee Experience ins Zentrum zu stellen, um Top-Talente anzuziehen und zu halten. Dazu gehört, sich auf die Momente zu konzentrieren, die zählen, wie der erste Arbeitstag, Beförderungen oder die Rückkehr aus einer Auszeit. In diesen Momenten entstehen bleibende Eindrücke vom Unternehmen. Wie Pablo erklärt: “Wenn Sie diese Momente richtig gestalten, erinnern sich Menschen jahrelang daran." Im kommenden Jahr müssen HR-Führungskräfte die Priorität darauf legen, bedeutungsvolle, personalisierte Karriere-Journeys über den gesamten Employee Lifecycle hinweg zu schaffen, vom Onboarding bis zum Austritt.


Was umfasst erlebnisorientiertes HR?
Personalisierte Employee Journeys HR wird sich von reiner Prozesseffizienz hin zur Gestaltung bedeutungsvoller Employee Journeys entwickeln. Onboarding, Karriereentwicklung und Anerkennung werden mithilfe von Daten und KI-Insights individuell auf Mitarbeitende zugeschnitten.
Interaktionsdesign auf Consumer-Niveau HR-Platgformen werden die Einfachheit und Reaktionsfähigkeit von Consumer-Apps widerspiegeln, mit intuitiven Prozessen, digitalen Touchpoints, personalisierter Kommunikation und Echtzeit-Support.
Employee Experience als strategischer Differenzierungsfaktor Employee Experience wird zu einem zentralen Treiber für Bindung, Performance und Markenreputation. Unternehmen, die einprägsame Erlebnisse gestalten, sichern sich einen Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung und Bindung von Talenten.
Dialogorientierte Servicebereitstellung HR ersetzt statische Umfragen durch zweiseitige Dialoge, sei es über Chatbots, KI-Assistenten oder menschliche Gespräche und reagiert sichtbar auf Feedback, um Glaubwürdigkeit und Loyalität aufzubauen.
Wie können HR-Führungskräfte die Rolle des Erlebnisgestalters verkörpern?

“Die Rolle von HR besteht darin, eine Win-Win-Situation für Unternehmen und Mitarbeitende zu schaffen." Bruce Fecheyr-Lippens Chief People Officer, SD Worx
Beginnen Sie mit einer Philosophie, nicht mit Programmen
Bevor Sie Initiativen starten, definieren Sie, was „menschlich“ für Ihr Unternehmen bedeutet. Diese Klarheit stellt sicher, dass jede Richtlinie, jeder Prozess und jedes Erlebnis Ihre Kernwerte widerspiegelt, statt zu einer reinen Pflichtübung zu werden. Eine starke Philosophie dient als Leitfaden für Entscheidungen und verhindert halbherzige Maßnahmen.
Aktiv zuhören und Feedback umsetzen
Verlagern Sie den Fokus von statischen Dashboards und Umfragen hin zu echten Dialogräumen. Dazu können Skip-Level-Lunches, offene Foren und informelle Feedbackrunden gehören. Kombinieren Sie diese Insights mit Daten, um bessere, menschenzentrierte Entscheidungen zu treffen, denn sichtbares Handeln auf Basis von Feedback schafft Loyalität und Glaubwürdigkeit.

“Zuhören ohne Handeln zerstört Vertrauen.” Pablo Camba HR Director Spain, SD Worx

“Manager müssen selbst die Feedback-Schleife mit Mitarbeitenden übernehmen, während HR unterstützt und begleitet. Ohne das können Sie nicht schnell genug auf das reagieren, was vor Ort passiert."
Pirashan Nagalingam Global Sales Manager, SD Worx
Manager zu Erlebnisgestaltern ausbilden
Manager stehen an vorderster Front der Employee Experience. Daher ist es äußerst wertvoll, Trainings anzubieten, die Empathie, Coaching-Kompetenzen und aktives Zuhören fördern. Führung sollte nicht nur an Performance-Kennzahlen gemessen werden, sondern daran, wie Menschen unter ihrer Leitung wachsen.
Für Inklusion und Zugehörigkeit gestalten
Symbolische Inklusion bringt Sie nicht weiter. Im Jahr 2026 ist es entscheidend, sie als festen Bestandteil Ihrer Strategie zu verankern. Dazu gehören inklusionsfreundliche Richtlinien, die Integration von Bias-Erkennung und Fairness-Checks in automatisierte Recruiting-Tools sowie die Schaffung von Räumen, in denen sich Mitarbeitende sicher, wertgeschätzt und gehört fühlen.
“Jede Botschaft, jede Entscheidung, jede Interaktion muss Inklusion stärken.”
Pablo Camba HR Director Spain, SD Worx
“Wir sollten Erfolge häufiger feiern, nicht nur die großen Siege, sondern auch die kleinen, alltäglichen Beiträge, die Vertrauen, Motivation und Zugehörigkeit schaffen.”
Pablo Camba HR Director Spain, SD Worx
Momente, die zählen, feiern
Konzentrieren Sie sich auf zentrale Touchpoints wie Onboarding, Beförderungen und Rückkehr aus einer Auszeit und gestalten Sie sie einprägsam. Anerkennung sollte über große Meilensteine hinausgehen und auch alltägliche Beiträge würdigen, um eine Kultur der Wertschätzung und Zugehörigkeit zu fördern.